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Kuba Taxi

Taxifahren auf kubanisch ..

Taxifahren auf kubanisch ..

Mein rechter Fuss auf meinem linken. Der schwere Rucksack auf meinen Knien. Es stinkt abwechselnd nach Kotze dann wieder nach Kot. Der Fahrer unfreundlich. Unser Problem wenn es stinkt. Die 8 anderen Mitfahrer offensichtlich aus Deutschland. Ähnlich erfreut über den Gestank.

Der Oldtimer knattert los. Wir verlassen Viñales. Der erste Zweifel ob wir je ankommen. Jedes Schlagloch ein Schmerz im Nacken. Die Federung der Hinterachse nicht mehr vorhanden.
Der Radkasten nimmt die Hälfte meines mir zugeteilten Platzes ein. Manchmal kein Vorteil klein zu sein. Müsste es mich dann nicht auch die Hälfte kosten? Im Gegenteil. Sicherheitshalber zahlt man vorher. Der Typ der die Koffer auf’s Dach packt kassiert und will mehr Geld. Ich gebe es ihm nicht. Kein gutes Zeichen.

In der Buszentrale gestern Mittag hieß es der Bus nach Ciennfuegos sei voll. Mentira! (Lüge!) Es heißt man soll auf Cuba mindestens 3 Mal fragen bevor man etwas glaubt. Wieder was gelernt!
Allerdings frage ich ich mich ob ich andere Antworten bekomme wenn ich drei Mal denselben Typen fragen muss, weil die anderen einfach keine Auskunft geben.
Beispiel: Ich frage nach dem Bus nach Cienfuegos. Erste Antwort. Es gibt keinen. Zweiter versuch. Um 6 morgens Tickets da drüben. Im Ticketschalter der Bus morgenfrüh ist ausgebucht. Ich bitte einen Bekannten später dort dieselbe frage zu stellen. Wer hätte es gedacht! Es gibt nicht nur einen Bus am nächsten tag sondern auch freie Plätze.
Ich hab das Gefühl, extra Geld eröffnet ungeahnte Möglichkeiten oder eben nur eine einfache Busfahrt. Leider zu spät.

Ich sitze im schlimmsten Taxi das ich bis jetzt von innen gesehen habe… und bin kurz davor zu beten. Entweder dafür heil anzukommen, dass mein Gepäck nicht vom Dach fällt. Oder einfach nur dass es ganz schnell vorbei ist!

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Das Taxi hält plötzlich an. Mein Gebet wurde erhört? Tatsächlich! Nach Cienfuegos geht es in einem anderen Oltimer Taxi weiter. Fünf Leute plus Gepäck! Ich bin begeistert langsam verschwinden die roten Druckstellen auf meinen Beinen. Genau wie meine Anspannung.
Weiter geht es mit gefühlten 40 Grad. Drinnen wie draußen. Trotz Klimapustanlage wie der neue besser gelaunte Fahrer scherzt als er auf die offenen Fenster deutet.
Die Straßenschilder wechseln zwischen 334 km und 220 km nach Cienfuegos. Ich lasse mich überraschen.

Wir brettern mit gefühlten 220 km/h über die mit Schlaglöchern übersäte Autobahn. Bremsen unmöglich. Mein Fahrer sitzt in einer Art Schneidersitz und gibt fröhlich mit dem linken Bein gas. Das Bremspedal somit durch sein Schienbein blockiert.
An der Autobhan stehen Kühe. Er zeigt mir das Foto seiner vierjährigen Tochter. Lenkt mit dem Ellenbogen. Ich bete. Diesmal für die Kühe und dass er seine Tochter sehr gern hat und bald wieder sehen will.

An seinem Schlüsselbund ein Marienbild, am Rücksüpoegel ein Rosenkranz aus im dunkeln leuchtendem Plastik. Alles ist möglich in Cuba, nix ist sicher. Cienfuegos ich komme.. ich bete!

Daniela Kohler

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